Geschichte

Geschichte 2017-02-28T19:34:10+00:00

50 Jahre Christliche Erwachsenenbildung

1959

Am 23. Oktober wird auf Anregung des Bistumsbeauftragten für Erwachsenenbildung, Prälat Jakob Schmitz, das Katholische Volksbildungswerk für den Kreis Merzig-Wadern gegründet. Im Haus der Buchhandlung Becker-Krapp treffen sich Pfarrer Johannes Mertes, Viktor Levacher, Maria Haucke, Marianne Levacher, Josef Ott, Volker Schmitt, Eberhard Becker und Gertrud Becker zur Gründung des Vereins zusammen.

In der Mitgliederversammlung am 10. November wird eine Satzung verabschiedet und ein Vorstand gewählt. Vorsitzender wird Pfarrer Johannes Mertes aus der Pfarrei St. Josef in Merzig. Die Leitung des Bildungswerkes übernimmt Eberhard Becker. Gertrud Becker wird mit der Schriftführung beauftragt, zum Schatzmeister wird Josef Gandner bestimmt. Weiterhin gehören dem Vorstand an: Dr. Alfons Paulus (Losheim), Amtsvorsteher Josef Langel (Perl), Marianne Levacher (Merzig), Pastor Johannes-Baptist Planz aus der Pfarrei St. Peter zu Merzig, Dr. Karl Gerber (Merzig) und Volker Schmitt (Merzig). Zu Kassenprüfern wählt die Versammlung Lutwin Bastian aus Merchingen und Edmund Endres aus Hilbringen

1968

In diesem Jahr wird eine Änderung der Vereinssatzung vorgenommen. Die Einrichtung nennt sich nun ? im Einvernehmen mit dem Bistum Trier ? „Christliche  Erwachsenenbildung (CEB) im Kreis Merzig-Wadern e.V.“ Diese Umbenennung ist auch Zeichensetzung in einer Zeit, in der die Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils, insbesondere im Hinblick auf die Ökumene, besonders stark das kirchliche und das gesellschaftliche Leben beeinflussen. Die Änderung des Vereinsnamens ist auch ein Zeichen der Öffnung: evangelische Christen ? in Merzig gibt es seit 1851 eine evangelische Pfarrei ? sollen sich nicht durch den Namen „Katholisches Volksbildungswerk“ ausgeschlossen fühlen.

1969

Ein neuer Vorstand wird gewählt, der sich wie folgt zusammensetzt: Vorsitzender Georg Rupp, stellv. Vorsitzender Hans Gerd Meiers, Geistlicher Beirat Religionslehrer Engelbert Bien, Schatzmeister Josef Gandner, Geschäftsführer Eberhard Becker, Schriftführerin Maria Kohn, die gleichzeitig für die Sekretariatsarbeiten zuständig ist.

1971

Im Rahmen der durch das neu vom Landtag verabschiedete Erwachsenenbildungsgesetz notwendig gewordenen Strukturänderungen erfolgt die Gründung von Kreisbildungswerken. Die CEB im Kreis Merzig-Wadern erhält im selben Jahr die im Gesetz verankerte staatliche Anerkennung.

1972

Am 1. Januar wird Georg Hasenmüller, der sich in den Jahren zuvor schon ehrenamtlich in der CEB engagiert hatte, zum hauptamtlichen Pädagogischen Leiter berufen. In gleicher Funktion ist er auch für die Katholische Erwachsenenbildung im Kreis Saarlouis tätig.

1974

Rektor Fritz Bersin übernimmt den Vorsitz der CEB, Stellvertreter wird der Landtagsabgeordnete Alfred Becker.

1975

Am 24. Oktober gründet die CEB die erste Familienbildungsstätte im Kreis Merzig-Wadern. Ging es bei den früheren Mütterschulen noch im Wesentlichen um die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für Frauen in ihrer Rolle als Mütter und Hausfrauen, so berücksichtigt das Programm der neuen Familienbildungsstätte die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Konzept ist ganzheitlich und generationsübergreifend ausgerichtet.

1976

Im Bistum Trier erfolgt eine wesentliche Änderung in der Organisationsstruktur der Erwachsenenbildung, es werden Regionalbildungswerke geschaffen. Die Kreise Merzig-Wadern und Saarlouis bildeten die neue „Region Saar-Hochwald“.
Aber, in den Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis behalten die beiden Erwachsenenbildungsvereine ihre institutionelle Eigenständigkeit und die staatliche Anerkennung. Sie arbeiten weiter unter dem Dach des Regionalbildungswerkes Saar-Hochwald.

1981

In eine Kooperation mit dem Arbeitsamt Saarlouis errichtet die CEB eine Ausbildungsstätte für „schwer vermittelbare“ Mädchen. Am 1. September startet im „Alten Kloster“ in Tünsdorf der erste Ausbildungsjahrgang, der den Beruf der Hauswirtschafterin erlernt. Leiterin dieser Ausbildungsstätte wird Chlothilde Ganster.

1986

Ein weiterer entscheidender Schritt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in der Region ist die Entscheidung, eine Übungsfirma und eine Übungswerkstatt als Einrichtung der beruflichen Fort- und Weiterbildung für Erwachsene zu errichten.

1987

Nach entsprechenden Umbauten im Gebäude einer ehemaligen Ziegelei in Hilbringen nimmt die CEB-Übungswerkstatt am 15. Juni ihren Betrieb in den drei Berufsfeldern Bau, Holz- und Metallverarbeitung auf. Finanziert wird die Einrichtung durch das Arbeitsamt Saarlouis. Am 15. September folgt die Eröffnung einer Übungsfirma für kaufmännisch ausgebildete Fachkräfte. Als Patenfirma engagiert sich der Keramikhersteller Villeroy & Boch. Die feierliche Einsegnung des „CEB-Fortbildungszentrums Hilbringen“ findet am 23. November durch Bischof Dr. Hermann Josef Spital statt.

1987

Das „Haus der Familie“ in Merzig in der Hochwaldstraße 13 wird eröffnet. Dieses Haus beherbergt sowohl die Familienbildungsstätte als auch die Verwaltung der CEB. Das städtische Gebäude war vom Bistum Trier angekauft und renoviert worden.

1990

ie CEB übernimmt das Arbeitslosenzentrum der Pfarrei St. Peter. Dieses Zentrum bietet Beratung, sozialpädagogische Betreuung und Begegnungsmöglichkeiten für Arbeitslose. In einer Möbelbörse werden gebrauchte Möbel und Elektrogeräte repariert, restauriert und an bedürftige Familien, Sozialhilfeempfänger, Asylbewerber oder Aussiedler abgegeben.

Im November des gleichen Jahres wird -gemeinsam mit dem Sozialwerk Saar-Mosel und der Bürgerhilfe Sachsen- das Fortbildungswerk Sachsen in Bischofswerda als gemeinnützige GmbH gegründet. Das Ziel des Fortbildungswerkes ist die Ausbildung, Umschulung und berufliche Fortbildung von jugendlichen und erwachsenen Arbeitslosen in der Region Oberlausitz.

Um der steigenden Arbeitslosigkeit zu begegnen und wohnortnahe Qualifizierungsangebote machen zu können, gründet die CEB in Wadern-Nunkirchen ein weiters Fortbildungszentrum.

1991

Das CEB Fortbildungswerk – unter dem Dach der CEB e.V.- wird in eine gemeinnützige GmbH überführt. Zu Geschäftsführern werden Gisbert Eisenbarth und Georg Hasenmüller bestellt.
Im gleichen Jahr erfolgt der Kauf des ehemaligen Hauses Schmitt-Ney in Merzig in der Hochwaldstraße 39. Als Beitrag zur Versöhnungsarbeit mit den Ländern Polen und Israel trägt das Haus den Namen des polnischen KZ-Opfers Maximilian Kolbe.

1992

Am 1. Juni wird von der CEB die Seniorenakademie als erste Einrichtung dieser Art im Kreis Merzig-Wadern eröffnet.

1993

In den Räumlichkeiten der Grundschule St. Josef in Merzig wird ein Kinderhort eingerichtet..

1993

Mit Wirkung vom 1. Dezember erfolgt für das CEB Fortbildungswerk die staatliche Anerkennung als Einrichtung der beruflichen Weiterbildung.

1995

Die CEBIS – berufliche Integration und Service gemeinnützige GmbH wird gegründet, mit dem Ziel, behinderte Menschen entsprechend ihrer individuellen Leistungsfähigkeit in das Arbeitsleben zu integrieren.

2002

Nach Abschluss der Um- und Neubauarbeiten des Schulungs- und Verwaltungsgebäudes in Hilbringen findet am 26. August in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Dr. Georgi, Weihbischof Genn, Landrat Kreiselmeyer, Arbeitsamtsdirektor Felsch, Oberbürgermeister Dr. Lauer und zahlreicher Gäste die Eröffnung der CEB Akademie statt

2006

Gisbert Eisenbarth, Geschäftsführer der CEB, übernimmt den Vorsitz der Christlichen Erwachsenenbildung e.V. von Fritz Bersin, der nach 32 Jahren nicht mehr als Vorsitzender kandidierte. Bersin wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Als stellvertretende Vereinsvorsitzende werden Margot Haupenthal, Gerd Barbian und Helmut Bermes gewählt.

2009

Das CEB Fortbildungswerk weitet seine Aktivitäten in der beruflichen Weiterbildung auf die Region Trier aus und errichtet im Wissenschaftspark Petrisberg nahe der Trierer Universität eine Schulungsstätte. Nach einem Umzug im Sommer 2014 ist die CEB Akademie Trier nunmehr in der Metternichstraße 42 (Trier-Nord) zu finden.

2012

Beginn der Altenpflegeausbildung am Standort Hilbringen -Eröffnung der Dependance des Altenhilfe-Qualifikations-Zentrum (AQZ) St. Wendel in der CEB Akademie. Träger des AQZ ist der Caritasverband Saarbrücken und Umgebung e.V., die CEB ist Kooperationspartner.

2012

Eröffnung einer Werkstatt für psychisch behinderte Menschen im November. Mit der „CEBIN – Centrum für soziale Inklusion gGmbH“ wurde eine eigene Gesellschaft als Träger der Einrichtung gegründet.